Allgemein
Im Muay Thai Boran, der thailändischen Kampfkunst, ist - im Gegensatz zum modernen Muay Thai - dem Wettkampf-Gedanken keine Beachtung geschenkt. Hier will man die Grenzen seines Körpers und seinen eigenen Geist prüfen. Der traditionelle Muay Thai Kämpfer sieht sich als ein "spiritueller Kämpfer".

Nach vorbereitenden Übungen lernt er das sogenannte "Wai Kru", das man als Anfangsritual vor jedem Kampf einsetzt, um "die Angst aus dem Herzen zu verjagen", so die thailändische Übersetzung. Im Anschluss daran lernt man die Form des Kranichs, des Wasserbüffels, des Kampfhahns, des Tigers, des Elefanten, des Krokodils, des alte Mannes mit der Melone und als Letztes, die Form Pra Rama verfolgt den goldenen Hirsch. Eine weitere Besonderheit des Muay Thai Boran ist der Einsatz von Waffen, die im modernen Wettkampf nicht mehr wichtig sind. So gibt es eine Thai-Schwert-, eine Thai-Doppelschwert-, eine Stock-, eine Speer- und eine Lanzeform. Sparing und Abhärtung an der Holzpuppe und z.B. an Kokosnüssen vervollständigen das Training.