Buddhismus
  "Sieh, was zu sehen ist und erkenne, was es zu erkennen gibt.
   So kannst du dich von Illusionen und Leiden befreien."


So sprach Buddha in seinem berühmten "Löwengebrüll".

Lasst uns also sein wie Löwen und Löwinnen, um uns gegen Zweifel und ängste zu wehren und unser Recht auf Erwachen einzufordern. Dies erfordert Mut und beharrliche Disziplin und das ist nicht leicht.
Ein Löwe, der brüllt, hat sich klar entschieden, dies zu tun. Er hat nicht erst einmal eine andere Stimmlage ausprobiert oder überlegt, ob er doch nicht brüllen soll. Sondern für ihn war es eine ganz klare Sache.
Auch wir sollten so praktizieren. Wenn wir erst dies ausprobieren, dann etwas anderes in Angriff nehmen und dabei noch an etwas anders denken, dann ist es so, als ob wir viele kleine Wege im Dschungel freischlagen anstatt einen gut ausgetretenen Pfad für unser Fortkommen zu wählen.

Ajahn Chah, ein buddhistischer Mönch aus der thailändischen Thammayut-Tradition, nannte dies "den einen Sitz einnehmen". Was hat er damit gemeint? Er wollte uns klarmachen, dass wir unsere spirituelle Praxis einhalten sollen: Mit Respekt, Achtung, Disziplin und Gelassenheit bringt man auf ganz einfache Art und Weise Ganzheit und Gleichmut in sein Leben. Damit können wir auch die Lehren Buddhas besser verstehen: Dass alles Leiden durch Festhalten verursacht wird und daß jeder Mensch die Möglichkeit der Befreiung hat. Und dann wird uns auch klar, wie wir uns ganz einfach befreien können: Es ist ein Weg des Loslassens, den Ajahn Chah so beschrieben hat:

"Wenn du ein bisschen loslässt, dann gewinnst du ein bisschen Frieden. Wenn du mehr loslässt, gewinnst du mehr Frieden. Immer wenn du etwas festhältst, lass es los und kehre zu dem einen Sitz zurück. Bleibe offen und gelassen."