Der Weg zur Erleuchtung
Der Schüler war nun schon einige Jahre im Kloster. Das Leben hatte seinen Rhythmus bekommen und er trainierte schon seit einigen Monaten ohne etwas Neues gelernt zu haben. Eines Tages kam der Meister zu ihm und beobachtete ihn beim Training. Die Gelegenheit erschien dem Schüler günstig und so beschloss er, ihm ein paar Fragen zu stellen.

Schüler: "Meister, was bedeutet es, ein Meister zu sein?"
Meister: "Es ist schwierig, ein Meister zu werden, denn du musst Vater, Mutter und Kind gleichzeitig sein.
Außerdem gibt es für uns sieben wichtige Dinge, die wir beachten müssen, wenn wir uns verbessern wollen. Weißt du sie noch?"
Schüler: "Aufmerksamkeit, Weisheit, Energie, Fröhlichkeit, Gelassenheit, Meditation und Gleichmut."
Meister: "Gut, jetzt musst du nur noch üben."
Schüler: "üben? Aber wie? Wie schaffst du es z.B. die Ananas, die auf meiner Kehle liegt, zu zerteilen, obwohl du verbundene Augen hast?"
Meister: "Ich bin aufmerksam und konzentriert auf die Ananas. Ich bin weise, gelassen und gleichmütig während des Schlagens und mein Herz ist jederzeit geöffnet, da ich froh bin."
Schüler: "Aber wie schaffst du es, mich nicht zu verletzten?"
Meister: "Ich bin aufmerksam beim Schlagen; meine Energie überträgt sich auf das Schwert. Ich bin gelassen und gleichmütig, wenn ich schlage, und weise, wenn ich aufhöre zu schlagen."
Schüler: "Aber wie weißt du, wann du stoppen musst?"
Meister: "Du musst nach innen schauen."